Software-Architektur 

Die Stiftung hat sich vorgenommen, ein Werk über Software-Architektur zu schaffen, als Buch und auch in interaktiven Darstellungsformen. Diesem Zweck dient das Projekt vitruv. Es wird von der Stiftung finanziert und zudem unterstützt von der TU München und fortiss, einem An-Institut der TU München.

Software-Architektur ist die Königsdisziplin des Software-Engineerings. Sie befasst sich mit der Gestaltung von Softwaresystemen, mit ihren Schnittstellen zur Außenwelt und mit ihrer inneren Struktur im Großen wie im Kleinen.

Im Projekt vitruv soll eine Architekturlehre für hochwertige Software entstehen, mit den Prinzipien und Kriterien, die eine gute Architektur auszeichnen, sowie mit den Methoden, Techniken und Werkzeugen zu ihrer Gestaltung. Sie soll Software-Ingenieuren in der Praxis als Leitlinie dienen beim Neu- oder Umbau von Softwaresystemen und ein in der Hochschullehre nützliches Buch sein im Fach Software-Engineering.

Hier mehr zum Projekt vitruv – Software-Architektur.

 

Stiftungslehrstuhl Software-Engineering betrieblicher Informationssysteme

Den Lehrstuhl Software-Engineering betrieblicher Informationssysteme (sebis) hat Ernst Denert im Jahr 2000 der TU München gestiftet, 2002 wurde er mit Prof. Florian Matthes besetzt.

Software-Engineering für betriebliche Informationssysteme ist ein Gebiet von großer praktischer Bedeutung; denn ein großer Teil der auf der Welt existierenden Software steckt in betrieblichen Informationssystemen, also in jenen stark datenbankorientieren Anwendungen, die den Unternehmen dazu dienen, ihre Geschäftsprozesse zu organisieren und zu unterstützen. Die Kerninformatik behandelt dieses Gebiet eher stiefmütterlich. Betriebliche Informationssysteme sind natürlich Gegenstand der Wirtschaftsinformatik, dort allerdings mehr aus einer anwendungsfachlichen, betriebswirtschaftlichen Sicht und weniger aus einer softwaretechnischen. Hier gibt es also ein Defizit. Der Lehrstuhl ist einerseits Teil der Kerninformatik, denn Software-Engineering ist für diese ein wichtiges Fach, und andererseits ein wesentlicher Baustein des Studiengangs Wirtschaftsinformatik an der TU München. Der Lehrstuhl ist also ein Scharnier zwischen beiden.

Gemeinsam mit der sd&m AG hat die Stiftung das sebis-Forschungsprojekt Softwarekartographie gefördert. Dessen Ziel ist es, unter Rückgriff auf Erkenntnisse und Methoden der Kartographie, komplexe Anwendungslandschaften in Unternehmen systematisch darzustellen und damit die Beschreibung, Bewertung und Gestaltung von Anwendungslandschaften zu verbessern. Sie liefert ein im Rahmen des Enterprise Architecture Management einsetzbares Verfahren zur Architekturdokumentation. Die Softwarekartographie soll Unternehmen bei der Beschreibung, langfristigen Gestaltung und Bewertung ihrer Anwendungslandschaften unterstützen. Softwarekarten sollen als Kommunikationsmittel dienen, Zusammenhänge zwischen relevanten Aspekten hervorheben und spezielle Fragestellungen beantworten, wie beispielsweise das Erkennen von Redundanzen, die Koordination von Projekten oder das Identifizieren von Abhängigkeiten.

Gefördert 2003, 2004, 2006, 2010.

 

Workshop Software-Engineering

Der Begriff und das Gebiet Software-Engineering wurden 1968 begründet, auf einer internationalen Tagung in Garmisch. Mehr als 40 Jahre danach ist es sicherlich angemessen, das Erreichte zu bewerten, zu fragen, ob das Gebiet in seiner wissenschaftlichen Entwick­lung womöglich ausgereizt ist, wie weit es in der Praxis gekommen ist, welche Herausfor­derungen offen sind und somit Ziele der künftigen Entwicklung in Theorie und Praxis sein sollten.

Diesen grundsätzlichen Fragen widmete sich ein Workshop, den die Ernst-Denert-Stif­tung für Software-Engineering an der TU München veranstaltet hat. In einem kleinen Kreis von Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft wollten wir – das Kuratorium der Stiftung − einen Versuch wagen, die Position unseres Fachs zu klären. Anfang Februar 2012 traf sich eine von uns eingeladene Gruppe von Wissenschaftlern und Praktikern, um das Erreichte zu bewerten und die erforderliche Weiterentwicklung des Gebiets zu erörtern. Der Workshop hatte 20 Teilnehmer und dauerte zwei halbe Tage. Das Ergebnis ist in einem Memorandum dokumentiert.

 

Deutschlandstipendien

Das Deutschlandstipendium fördert Studenten mit hervorragenden Leistungen, unabhängig von ihrem Einkommen. Sie erhalten 300 Euro pro Monat, die je zur Hälfte vom Staat und von privaten Förderern kommen. Die Stiftung finanziert derzeit drei Stipendien für Informatikstudenten an der TU Kaiserslautern.

Gefördert 2014, 2015.

 

Informatik schnuppern

Sommercamp Informatik, Uni Jena

Schüler der 11., 12. oder 13. Klasse, die sich für Informatik interessieren und Spaß am Programmieren haben, treffen sich drei Tage mit Gleichgesinnten. Basteln, tüfteln und programmieren eine App.

Gefördert 2014.

Sommercamp Informatik, Uni Passau

Eine Woche lang können Schüler in die Informatik hinein schnuppern, indem sie Vorlesungen hören und in Gruppen Projekte machen. Sie finden damit Geschmack an diesem Fach – oder auch nicht. Jedenfalls wissen sie danach, ob sie es studieren wollen.

Gefördert 2009, 2010, 2011, 2012, 2013, 2014.

Pro-Informatik, FU Berlin

Ein Angebot für Abiturienten, die vor dem Semesterstart bereits Pflichtmodule der Informatik aus dem ersten Studienjahr absolvieren wollen. Sie nehmen teil an einer typischen Erstsemestervorlesung mit Übung, einer Blockveranstaltung mit den Inhalten und dem Niveau wie für Studenten der Informatik. Damit kann man sich klar werden, ob man sich für ein Informatikstudium an der Uni eignet, und die Zeit zwischen Abitur und Studium gut nutzen.

Gefördert 2009, 2010, 2011.

Abenteuer Informatik

Das Buch und die Ausstellung Abenteuer Informatik wurden von Dr. Jens Gallenbacher, Didaktik der Informatik an der TU Darmstadt, geschrieben und aufgebaut. Das Buch ist für alle da, die schon immer mal hinter die Kulissen der Wissenschaft Informatik schauen wollten: Vom Schüler zum Lehrer, vom Studenten zum Professor, vom interessierten Laien zum IT-Experten, der zwar genau weiß, wie er bestimmte Dinge zu tun hat, aber vielleicht nicht, warum sie so funktionieren.

Aufbau und Präsentation gefördert 2008, 2009.

Informatik-Biber

ist ein Informatik-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche der Klassenstufen 5 bis 13, jährlich im November. Er weckt das Interesse an Informatik durch spannende Aufgaben, die keine Vorkenntnisse erfordern, zeigt jungen Menschen, wie vielseitig und alltagsrelevant Informatik ist und regt zur weiteren Beschäftigung mit Informatik an.

Gefördert 2008.

 

Timo Leimbach: Die Softwarebranche in Deutschland

Diese Dissertation wurde am Deutschen Museum und an der LMU München erstellt. Sie analysiert Entstehung und Entwicklung der Softwarebranche in Deutschland im Spannungsfeld zwischen Forschung, Markt, Anwendung und Politik in verschiedenen historischen Phasen.

Gefördert 2007.

Teilnehmer des Workshops