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Zur Arbeit von Dr. Joachim Wegener:
Eingebettete Softwaresysteme sind allgegenwärtig und von großer technischer und wirtschaftlicher Bedeutung. Oftmals unterliegen die Systeme harten Anforderungen an ihre Reaktionszeit. Es handelt sich dann um Realzeit-Systeme, für deren Überprüfung durch Tests bislang keine allgemein akzeptierten Verfahren verfügbar sind. Wegener nutzt evolutionäre Algorithmen, um Testdaten zu suchen, die zu besonders langen oder kurzen Reaktionszeiten führen und damit die spezifizierten Zeitschranken verletzen können. In einer Reihe von Experimenten hat er diesen sog. evolutionären Test mit statischen Analysen, Zufalls- sowie Funktions- und Strukturtests verglichen und seine Brauchbarkeit und Überlegenheit demonstriert. Die Arbeit überzeugt auch durch ihre sorgfältige Ausarbeitung und ansprechende Gestaltung.
Zur Arbeit von Björn Lütkemeier und Sebastian Thöne:
Durch das Internet werden betriebliche zu überbetrieblichen Informationssystemen, d.h. Anwendungen werden nicht nur innerhalb eines Unternehmens vernetzt, sondern auch extern verbunden und von außen stehenden Benutzern angewendet. Dafür ist es oft zweckmäßig, die einzelnen Komponenten mittels einer Workflow-Steuerung zu verknüpfen. Lütkemeier und Thöne haben auf der Basis von XML und UML eine grafisch-textuelle Notation zur Modellierung von Workflows und darin anzustoßenden Prozessen entwickelt. Dafür haben sie Werkzeuge geschaffen, mit einem Volumen von 30.000 Lines of Java Code, und zwar zum Entwerfen der Prozessmodelle und zu ihrer interpretativen Ausführung. Die Arbeit lässt erkennen, dass erheblicher Aufwand hineingeflossen ist, der auch in der ausgezeichneten Gestaltung zum Ausdruck kommt.
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