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Zur Arbeit von Dr. Elmar Juergens:
Software-Klone, also identische oder ähnlich Code-stellen, sind Indikatoren für eine mangelhafte Struktur der Software. Vor allem ist es schwierig, diese redun-danten Stellen konsistent zu ändern, etwa im Fall funktionaler Erweiterungen oder zur Fehlerbehebung.
Juergens hat vier bei Versicherungen eingesetzte Softwaresysteme auf Klone untersucht und dabei die Vermutung bestätigt gefunden, dass Klone Software fehleranfällig machen und bekämpft werden sollten. Umso mehr überzeugt seine systematische Abhand-lung über die Relevanz und Folgen von Klonen.
Bemerkenswert ist auch, dass Juergens nicht nur Klone im Programmcode betrachtet, sondern auch in Spezifikationen und Modellen.
Basierend auf neuen Algorithmen hat Juergens im Rahmen von ConQAT (Continuous Quality Assess-ment Toolkit) einen Werkzeugsatz aufgebaut zur Erkennung von Klonen, der auch eine anschauliche grafische Darstellung ermöglicht.
Die Arbeit ist in gutem Englisch geschrieben und ansprechend gestaltet.
Zur Arbeit von Thomas Thüm:
Thüm untersucht Typsysteme zur Modellierung und Konsistenzüberprüfung von Softwaresystemen, die komplexen Variabilitätsanforderungen gerecht werden müssen. Er formalisiert hierzu die Typregeln und die Ausführungssemantik einer Teilmenge von Java, die um Sprachelemente zur Variantenbildung erweitert ist (Colored Featherweight Java). Unter Verwendung des Beweisassistenten Coq gelingt ihm der nichttriviale Korrektheitsbeweis des Typsystems.
Trotz der hohen Komplexität des Themas beschreibt er sein Vorgehen und die Schwierigkeiten der maschinengestützten Beweisführung anschaulich, nachvollziehbar und kritisch reflektiert. Damit liefert seine Arbeit einen wertvollen Beitrag zum Verständnis des Nutzens formaler Verifikation im Software- Engineering.
Die Arbeit ist in gutem Englisch geschrieben und ansprechend gestaltet.
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