Zweck der Stiftung ist die Förderung von Wissenschaft und Forschung

Prof. Dr. Ernst Denert ist Vorstandsvorsitzender der IVU Traffic Technologies AG und Honorarprofessor an der Technischen Universität München.

Prof. Dr. Ernst Denert ist seit 2001 Vorstandsvorsitzender des Berliner Software-Unternehmens IVU Traffic Technologies AG. Davor gründete er und leitete von 1982 bis 2001 die sd&m AG, München - ein Unternehmen, das Software für individuelle betriebliche Informationssysteme entwickelte. Dessen Aufsichtsrat stand der promovierte Dr.-Ing. der Informatik von 2001-2004 vor. sd&m existiert unter diesem Namen nicht mehr als eigenständiges Unternehmen. Denert ist Honorarprofessor für Informatik sowie Ehrensenator der Technischen Universität München und Träger des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Denert begleitet und fördert seit Jahren das Software-Engineering und war Intiator der Software Pioneers Konferenz im alten Bundestag in Bonn. Namhafte Größen des Software-Engineerings, die über die letzten Jahrzehnte diese Ingenieurdisziplin geformt und geprägt haben, kamen zu einer weltweit einmaligen Konferenz zusammen.

Auszug aus der Pressemitteilung:
"(...) Sechzehn Pioniere der Software-Forschung berichteten am Donnerstag und Freitag (28./29. Juni) im Rahmen der sd&m-Konferenz 2001 in Bonn über ihre teilweise bahnbrechenden Entwicklungen. Ohne sie wären der Computereinsatz und die IT-Branche, wie wir sie heute kennen, nicht möglich geworden. Die europäischen und amerikanischen Pioniere haben Meilensteine in der Informatik gesetzt und damit nicht nur die Grundlagen zur wissenschaftlichen Disziplin des Software-Engineering gelegt. Sie haben auch, wie Prof. Dr. Ernst Denert betonte, immense praktische Wirkungen erzielt. (...)

Für Kenner der Materie liest sich die Referentenliste der Bonner Konferenz wie ein Who-is-Who der Informatik-Geschichte: Vier der in Bonn teilnehmenden Pioniere sind Preisträger des ACM Turing Awards, der weltweit angesehensten Auszeichnung für Software-Entwicklung, sozusagen dem "Nobelpreis der Informatik". Fred Brooks erhielt sie für seine Beteiligung an der Entwicklung des ersten klassischen Betriebssystems Mitte der sechziger Jahre bei IBM. Dieses System OS/360 ist bis heute die Basis für den Betrieb von IBM-Großrechnern und war Vorbild für unzählige Betriebssysteme anderer Hersteller. Der in den USA arbeitende Niederländer Edsger W. Dijkstra erhielt den Turing Award für die Idee der Strukturierten Programmierung, die er 1968 veröffentlichte. Der Schweizer Niklaus Wirth entwickelte neben einer ganzen Reihe von Programmiersprachen auch PASCAL, die bis heute für alle Programmierer Standard ist, wenn es um die tägliche Praxis geht. Der Brite Tony Hoare hatte Generationen von Software-Ingenieuren „Korrektheit“ beim Programmieren gelehrt. Die Leistungen der übrigen dreizehn Teilnehmer sind von ähnlichem Kaliber. Hervorzuheben sind etwa Alan Kay, der Mitte der siebziger Jahre die Grundlagen für grafische Benutzeroberflächen gelegt hat, die heute jedem Windows-Anwender den Umgang mit dem Computer erleichtern, sowie Peter Chen, der Ende der sechziger Jahre ein Beziehungsmodell zwischen Daten entwickelt hat. Dieses Entity/Relationship-Modell kommt gerade jetzt bei datenintensiven Berechnungen, etwa in E-Business-Prozessen weltweit agierender Unternehmen zum Einsatz."

Eine Zusammenstellung wesentlicher Beiträge dieser Konferenz der Software Pioneers inkl. einer Dokumentation der Konferenz auf 4 DVDs ist im Springer-Verlag erschienen:

Broy, Manfred; Denert, Ernst (Eds.):
Software Pioneers -
Contributions to Software Engineering.
Springer, 728 p., 2002.
ISBN: 978-3-540-43081-0